Aktuelles


Missionsbericht: Februar/ März 2010

Bild: PDF Grafikals PDF lesen/speichern  
 
 

Liebe Freunde, Liebe Geschwister,

Psalm 27: 1-5; “Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? 2. Wenn Übeltüter mir nahen, um mein Fleisch zu fressen, meine Widersacher und Feinde, so müssen sie straucheln und fallen. 3. Selbst wenn ein Heer sich gegen mich lagert, so fürchtet mein Herz sich dennoch nicht; wenn sich Krieg gegen mich erhebt, so bin ich auch dabei getrost. 4. Eines erbitte ich von dem Herrn, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schaün und zu suchen in seinem Tempel. 5. Denn er deckt mich in seiner Hütte zur Zeit des Unheils, er verbirgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.”

Wenn wir auf das Jahr 2009 zurückschauen, sind wir, trotz allen Schwierigkeiten erfreut und ermutigt im Herrn. Wir haben großes Wachstum erlebt, zahlenmäßig aber vor allem geistliches Wachstum. Viele Menschen sind 2009 auch wieder ausgewandert und das war sehr traurig, aber trotzdem haben viele unserer Gemeinden in den letzten 4 Monaten eine richtige Erweckung erlebt. Es kamen sehr viele Menschen zum Glauben und viele unserer Gemeinden sind schon wieder überfüllt und es herrscht Freude und ein Leben des Gebets.

Jüngerschaftsschulung

Es wird gesagt die; “Afrikanische Kirche sei kilometerbreit aber nur Zentimeter tief. “ Wir sind uns in dessen in der Agape Mission bewusst von allem die Herausforderungen der Afrikanische Gemeinden und deshalb bieten wir kontinuierliche C theologische Schulungen für unsere vielen Mitarbeiter an. Wir planen von Januar bis Dezember 2010 viele wichtige Weiterbildungsprogramme und Seminare für die Leiterschaft.

Hauskreise

Wir wollen im Jahr 2010 die Zahl der Hauskreise verdoppeln. Die Hauskreise sind in der Zukunft wichtige Teile der Agape Mission. Dort finden Menschen zum Glauben und werden weiter in der biblischen Lehre gestärkt.

Junge Leute

Die Agape Mission hat inzwischen viele junge Menschen. Viele sind in Schulen, Colleges und Universitäten. Wir haben strategisch geplante Schulungsprogramme für Schüler und Studenten. Wir sehen ein sehr starkes Leiterschaftpotenzial für die Zukunft.

Musiker

Es entwickeln sich viele Christliche Gesangsgruppen innerhalb der Agape Mission und wir hoffen, dass einige 2010 CDs und DVDs produzieren.

Die Wirtschaftslage

Seit 3 Tagen (06.02.2010) sind viele im öffentlichen Dienst im Streik. Der Staat hat kein Geld die Löhne zu erhöhen. Arbeitslosigkeit bleibt noch über 80%. Zimbabwe ist sehr reich an Diamanten und Gold, aber wegen politischen Probleme und Menschenrechtsverletzungen kommen nicht viele Investoren in das Land. Wir sind als Mission sehr betroffen von dieser negativen Situation. Viele unserer Programme können nicht effektiv geplant und durchgeführt werden. Andere wichtige Pläne müssen wir verschieben oder ganz streichen. Ab ersten März tritt ein neues Gesetz in Kraft das vorschreibt, dass 51% aller Geschäftsanteile von simbabwischen Staatsbürgern gehalten werden. Es ist nicht abzusehen wie das in der Wirtschaft und Industrie aufgenommen wird. Es könnte dazu führen, dass viele große Unternehmen ihre Betriebe in Zimbabwe schließen, was zu weiteren Entlassungen und erhöhter Arbeitslosigkeit/ Armut führen kann.

Die Politische Lage

Nur Gott weiß wie die politische Lage sich im Jahr 2010 weiter entwickeln wird. Die Einheitsregierung funktioniert kaum. Das politische Zentrum bleibt nach wie vor bei der alten Regierung. Die Auseinandersetzungen innerhalb der politischen Sphäre ist schärfer geworden. Der Staatssicherheitsdienst operiert indessen weiterhin ungehindert gegen Regierungskritiker und Oppositionelle. Die Unsicherheit im Land wächst.

Wir möchten Euch danken für Eure Gebete in 2009. Der Herr ist Seinem Wort Treu.

Wir danken Euch für die finanzielle Unterstützung in 2009. Wir danken Gott für Euren Beistand in 2009. Wir sind uns der globalen Rezession bewusst und verstehen die schwierige finanzielle Situation weltweit.
Meine Familie ist dankbar für Eure Unterstützung. Die Kinder gehen noch in die Schule und Universität. Das ist für uns nicht selbstverständlich.

Gebetsanliegen


Ich wünsche Euch Gottes Segen.
Wir beten für Euch.
In Jesu Liebe verbunden,
Euer Bruder in Zimbabwe,
Lucky.




Hilfe für Simbabwe

Aalener helfen in Afrika: Ein weiterer Partner wird vorgestellt

Die WM-Aktion „Aalener helfen Afrika“ wird konkreter, ein weiterer Partner der Aktion wird vorgestellt. So finanzieren Aalener Christen die Agape-Mission in Zimbabwe. Die Aalener Agape-Mission wird von Herbert Gail geleitet.

Bild: Lucky Moyo mit Herbert Gail und Oberbürgermeister Martin Gerlach

Lucky Moyo, Gründer der Agape Missions und Herbert Gail (links), seit 20 Jahren Vorsitzender der Agape Mission Aalen, mit OB Gerlach. (Foto: Stadt Aalen)

In Aalen ist Lucky Moyo kein Unbekannter. Immer wieder kehrt der Pastor hierher zurück, wo er Anfang der achziger Jahre am EAZ zum Elektrotechniker ausgebildet wurde. Und er berichtet Freunden des Vereins Agape Mission Aalen über die Erfolge der Agape Missions in Zimbabwe, die er 1984 gründete und bis heute leitet. 35% aller Agape Missions Projekte in Simbabwe werden von Mitgliedern und Freunden aus Aalen finanziert.

Begonnen hat die Missionsarbeit in sehr bescheidenem Stil im Nkayi Distrikt und hat sich im Laufe der Jahre auf das ganze Land, hauptsächlich auf die Provinzen Matabeleland, Midlands und Gweru ausgedehnt. In den letzten vier Jahren kamen christliche Gemeinden in der Hauptstadt Harare, und in den Nachbarländern Botswana, Mozambique und Süd Afrika hinzu.

Schon seit Beginn lag das Hauptaugenmerk der Missionsarbeit auf der ganzheitlichen, praktischen und lebendigen Auslegung des christlichen Glaubens. In einem Land wie Zimbabwe, das nicht erst in den letzten sieben Jahren durch Aids, Hungersnöte, Dürren und politische Misswirtschaft gebeutelt wird, sind es Christen, die tatkräftig Beistand, Hilfe und Unterstützung leisten: AIDS-Waisen werden in Familien untergebracht, HIV-Prävention geleistet und Infizierte mit Medikamenten versorgt. Im landwirtschaftlichen Bereich wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, Lebensmittel an Bedürftige verteilt und Jugendliche in Ausbildung und Beruf begleitet.

Seit 1991 entwickelt sich das „Ekuthuleni Carpentry Projekt” als praktische Tochter der Agape Missions mit den Kursangeboten Schreinerei und Metallarbeit sehr positiv. Die Zielgruppe sind Jugendliche aus unterprivilegierten Familien, meist aus ländlichen Gebieten. Ihnen werden mit einer Berufsausbildung bessere Zukunftschancen ermöglicht.

Viele der Agape-Missions-Teilgemeinden auf dem Land treffen sich sonntags zum Gottesdienst in Schulen, da sie keine eigenen Kirchengebäude haben. Dadurch ergeben sich gute Kontakte zu Lehrern und Direktoren. Abgesehen von dem Mangel an Büchern, Heften und Unterrichtsmaterialien müssen viele Schüler auf dem Boden sitzen, da es nicht genügend Tische und Bänke gibt. DasProjekt wurde von Helga Landsmann für und mit der Agape Missions aufgebaut. Sie arbeitet als Entwicklungshelferin mit „Agape Missions“ im Nkayi Distrikt. Für die sonstige Planung, Gestaltung und Finanzierung dieses Projektes ist die Agape-Mission eigenverantwortlich.


© Schwäbische Post 09.03.2010



Agape-Missions Rundbrief September 2009

Liebe Freunde, liebe Missionspartner,

"Ebenezer"

So weit hat der Herr uns geholfen.

25 jahre (aus menschlicher Perspektive ) ist eine sehr lange Zeit. So ist es auch bei der Agape Mission. Der Herr hat uns durch viele Höhen und Tiefen begleitet und uns geholfen eine Missionsarbeit zu gründen die nachhaltig ist für kommende Generationen, und auch die nächsten Jahre bestehen wird.
Im August fand das 25 jährige Jubiläum statt, dass wir mit vielen Freunden gemeinsam feierten. Fünf Tage lang priesen wir Gott mit grosser Freude, für seine Treue und Gnade. Wichtig war auch die Unterweisung im Wort Gottes und die Stärkung der Christen, damit sie auch weiterhin dem Herrn treu dienen mögen. Wir danken Gott für seine Güte. Sechs Kühe wurden geschlachtet und ein paar Tonnen Mais wurde gegessen.

Nach 25 Jahre

Wenn man bedenkt wie viele unserer Freunde und Geschwister im Laufe der Zeit Heim gegangen sind, bedeutet das, dass auch viele wichtige Mitarbeiter und Unterstützer nicht mehr leben. Wir beten, dass der Herr diese Lücke mit neuen Menschen die der Agape Mission in Zukunft beistehenen werden, schliesst. Lasst uns alle für die Zukunft beten.

Evangelisationszeit:

Roemer 10: 15
Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt warden? Wie geschrieben steht: "Wie lieblich sind die Füsse derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!"

Bei uns ist es jetzt im September Ende Winter und Anfang Frühling – die Trockene Zeit des Jahres. Die Regenzeit wird erst im November beginnen, dann werden die meisten Menschen auf ihren Feldern arbeiten. Wir gebrauchen diese wertvolle Zeit zur Evangelisationsveranstaltungen.
Wenn ein Leben durch die Kraft Jesu verändert und umgewandelt wird, ist das für uns die größte Freude, ist es doch das Hauptziel der Missionsarbeit: Menschen für Christus zu gewinnen.
Das ist also der Kern der Agape Missionsarbeit, alle anderen Programme sind zweitrangig. Durch die Evangelisationszeit erfahren wir gewaltiges Wachstum.

Mozambik

Ich holfe noch vor Ende September nach Mozambik zu reisen. Zur Konferenz war ein Team von 7 Leuten aus Mozambik hier. So lernen sich die Menschen gegenseitig kennen durch die Agape Mission. Im November heiraten ein junger Mozambikaner und eine junge Frau aus der Agape Mission hier in Zimbabwe.

Schwierige allgemeine Situation in Zimbabwe

Die allgemeine/ wirtschaftliche Lage in Zimbabwe ist im Moment sehr kompliziert. Einerseits hat sich die Lage etwas entspannt, Lebensmittel sind erhältlicht, die Regale in den Supermärkten sind voll, andererseits verdienen die wenigen Menschen die eine Arbeitstelle haben so wenig, dass sie kaum die laufenden Kosten von Strom, Wasser, Schulgeld oder Medizinischer Versorgung decken können. Seit Januar verwendet Zimbabwe offiziell USD oder Rand als Zahlungsmittel, es ist allerdings viel zu wenig Geld im Umlauf. Lehrer zum Beispiel verdienen ca. 140 USD pro Monat. Die Miete für ein einfaches Zimmer kostet ca. 70 USD, Schulgeld für Kinder oft bis zu 400 USD im Term (Schulvierteljahr) Lebensmittel für eine 4 köpfige Familie ca. 400 USD p/m. Für uns als Missions-Organisation bedeutet das, dass wo wir im Januar noch 100 Kindern (mit) helfen konnten mit Schulgeld, Uniform usw, können wir die gleiche Hilfe nur noch für 10 Kinder aufbringen. Diese Situation ist traurig und weiterhin ist es schwierig zu planen.

Besuch:

Wir haben uns alle sehr über den Besuch von Denora & Simon Koller aus Aalen gefreut, die während der Konferenz (in Bulawayo ) bei uns waren.

Gebetsanliegen:

Bitte betet für die Evangelisationseinsätze.
Die Prognosen für die kommende Regenzeit sind nicht sehr positiv, bitte betet für genügend Regen.
Bitte betet für die Arbeit in Mozambik.
Wir brauchen Christliche Literatur für unsere Schulungsprogramme.
Betet weiterhin für die instabile politische + angespannte wirtschafliche Lage in Zimbabwe.
Betet für Gottes Bewahrung + Führung für mich, meine Familie und alle Mitarbeiter + deren Familien.

Ich danke Euch für Euere Gebete und wunderbare Beistand und Unterstützung für 25 Jahre. Das ist Gnade und gar nicht selbstverständlich.
Möge der Herr Euch weiterhin segnen.

In Jesu Liebe verbunden

Euer Missionar in Zimbabwe + Mozambik.

L. Moyo

Spendenkonto:  Agape Mission e.V.,  Kto.Nr.  141 002 000,   BLZ   614 901 50  bei  VR-Bank Aalen,
Zweck: Agape-Missions Simbabwe



Agape-Missions Rundbrief Oktober 2007

Bild: PDF Grafikals PDF lesen/speichern  
 
 

Liebe Freunde, liebe Missionspartner,
Da wird der Feigenbaum nicht grünen, und es wird kein Gewächs sein an den Weinstöcken. Der Ertrag des Ölbaums bleibt aus, und die Äcker bringen keine Nahrung; Schafe werden aus den Hürden gerissen, und in den Ställen werden keine Rinder sein. Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.”   Habakuk 3:17-18

Mit diesen Worten möchte ich euch grüßen. Wir freuen uns über viele offene Türen in Zimbabwe um Gott zu dienen. Wir haben mitten in dieser Tragödie eine positive Haltung anstatt zu weinen und zu klagen. Wir können nicht jede Not heilen, aber wir bleiben unserer Berufung treu. Mitten in der Dunkelheit der Nacht bringt der Geist Gottes Licht und Hoffnung. Und mitten in der Angst schenkt uns Gott Mut zum Leben, und im Chaos und in der Sinnlosigkeit gibt der Herr uns Sinn fürs Leben und Gründe uns zu freuen.

Es ist eine wunderbare Gelegenheit dem Herrn unter den Umständen hier in Zimbabwe zu dienen. Ich danke Euch für euer Gebet und Eure Unterstützung. Ich bin sehr ermutigt und getrost.

Das Missionsfeld

In Gebet, Fasten und Demut verbreiten wir weiter das Evangelium, was unsere Hauptberufung ist. Es gibt zur Zeit sicherlich viele Hindernisse im Land und oftmals geht die Zeit mit Kleinigkeiten verloren. Kommunikation ist sehr schlecht, Telefonie, sowie Internet. Viele Menschen können nicht zu Versammlungen kommen weil sie Hunger leiden, kein Wasser haben oder krank sind. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum noch und viele müssen lange Strecken zu Fuß laufen, wobei viele zu schwach dazu sind. Elektrizität ist sehr unregelmäßig und macht das Planen nicht immer einfach, besonders die Städte sind davon betroffen. Warenmangel und Korruption nimmt immer mehr zu und wichtige Grundnahrungsmittel sind nur noch auf dem Schwarzmarkt zu bekommen, wo alles sehr teuer ist.

Konferenzen

Wir sind froh, dass es trotz aller Hindernisse hier in Zimbabwe möglich ist Konferenzen zu halten. Wir haben geistlich sehr viel erlebt, es war eine richtige geistliche Erneuerung und Erweckung in vielen Orten. Besonders war die Lage in Binga im Norden von Zimbabwe sehr traurig. Dort existiert kaum eine Infrastruktur oder Häuser, viele mussten bis zu 20 km laufen um die Konferenzen zu besuchen. Dort werden die Konferenzen unter einem Baum gehalten und die Menschen schlafen unter freiem Himmel. Das ist die primitivste Gegend in Zimbabwe. Man lebt hauptsächlich von Fisch und wilden Früchten, die es aber nicht immer gibt. Wir möchten, wenn möglich, Maismehl nach Binga transportieren (400km von Bulawayo), leider aber ist Maismehl bei uns ein Mangelprodukt, wir hoffen aber bald etwas kaufen zu können.
Schön ist es zu sehen, wie diese Menschen Gott mit Gesang, Tanz und Gebet lieben. Es werden ermutigende Botschaften der Bibel gepredigt und gegenseitig gelehrt. Hier bietet die Welt den Menschen keine große Hoffnung, sondern nur Jesus Christus. In dieser Gegend haben wir zwei Pastoren, die versuchen andere Leiter auszubilden und leiten. Wir denken, wenn die politische und wirtschaftliche Lage in Zimbabwe besser ist, diese Konferenzen zu dezentralisieren, da die Missionsarbeit sehr gewachsen ist und weiter wächst.

Vortrag an einer Theologische Hochschule

Ich war vor zwei Wochen in einer theologischen Hochschule eingeladen um über Kirche und Staat zu sprechen. Viele Gemeinden und Kirchen erkennen auch den sozial-christlichen Einfluss der Agape Mission an. Als Diener Gottes muss man solche Gelegenheiten wahrnehmen und die Gerechtigkeit Christi nach biblischen Maßstäben zu bezeugen. Ich bin froh, dass ich dies gemacht habe, obwohl ich etwas unter Druck war.

Fahrmöglichkeiten

Wir freuen uns, dass wir vor einem Monat einen guten gebrauchten 4-Rad-Antriebsbus gekauft haben. Er bereitet uns viel Freude und fährt täglich fast überall hin. Vielen Dank für Eure Unterstützung.
Seit August haben wir um die 30 Fahrräder an verschiedene Leiter ausgegeben, die überwiegend auf dem Land wohnen. Wir hoffen, bis Ende November weitere 30 Fahrräder verteilen zu können. Das erleichtert die Arbeit und spart sehr viel Zeit.

Wasserlage

Zur Zeit steht in Nketa ein 5000 Liter Wasserbehälter, um Familien dort in der Nähe zu helfen. Das ist eine kleine Hilfe für die Gesellschaft dort. Wir hoffen, dass es bald anfängt zu regnen, denn die Wasserlage ist sehr kritisch, wenn die Lage so bleibt, werden in zwei Wochen viele Wohnungen kein Wasser haben.

Kinder

Viele Kinder leiden sehr unter dieser Situation. Durch die mangelnden hygienischen Verhältnisse durch fehlendes, oder nicht ausreichendes Wasser, sind viele Menschen an Durchfall erkrankt, wobei vor allem die Kinder am schlimmsten davon betroffen sind. Wir hatten vor mehrere Kinder auf unserem Hof aufzunehmen, da wir genügend Wasser haben, das Problem ist aber, dass wir nicht ausreichend Nahrungsmittel haben. Momentan müssen wir alle Hauptnahrungsmittel aus Botswana einführen.

Medizinische Versorgung

Wir sind froh, dass wir endlich Medikamente ohne große Probleme aus Deutschland einführen können. Es ist noch im Prozess Aids Medikamente (Virustatika) aus Asien, bzw. Indien einzuführen, weil es auf die Dauer mit der deutschen Bürokratie zu schwierig wäre. Unsere Apothekerin gibt uns viele gute Ratschläge über die verschiedenen Medikamente. Die Aids Medikamente kaufen wir noch hier in Zimbabwe, wo sie sehr teuer sind. Unsere Partnerapotheke muss auch noch mit einem neuen Boden und Schränken für die Lagerung der Medikamente ausgestattet werden, was ca 2500 Euro kosten wird.

Gebetsanliegen

Ich Danke Euch für Eure christliche Liebe, die kontinuierlichen Gebete und auch für den materiellen Beistand.
Der Herr segne Euch und schenke Euch und Euren Familien Gesundheit und Seine Gnade.

In Jesu Liebe verbunden. Eure Mission in Zimbabwe und Mosambik.

Lucky und Familie


Spendenkonto:  Agape Mission e.V.,  Kto.Nr.  141 002 000,   BLZ   614 901 50  bei  VR-Bank Aalen,
Zweck: Agape-Missions Simbabwe


HIV/Aids - Projekt Agape-Missions

Stand 10/ 2007  

Medikamente

Die Agape Mission hat ein neues Projekt ins Leben gerufen, dass HIV pos. und anderen kranken Menschen die Möglichkeit bietet, mit Medikamenten versorgt zu werden.
Das Projekt sieht so aus, dass Kranke Ihre Medizin in der örtlichen Partnerapotheke in Bulawayo umsonst abholen können. Die Apothekerin ist auch Christin und stellt Ihr können und Wissen neben Ihrem normalen Alltag als Apothekerin der Mission zur Verfügung.
Um das Programm zu erweitern, muss die Apotheke noch mit extra Schränken ausgestattet werden, damit gewährleistet ist, dass die verkäuflichen von den unverkäuflichen Medikamenten (Agape Missions Medikamente) getrennt sind. Man beginnt erstmals mit einer kleinen Zahl von Langzeit- Kranken und HIV pos. Patienten um eine möglichst adäquate Therapie zu erzielen, die man aber dann ein paar Jahre betreuen wird. Es ist auch wichtig bei HIV pos. Patienten regelmäßige Bluttests zu machen um zu sehen, ob und wie die Medikamente anschlagen.
Natürlich brauchen Kranke nicht nur Medikamente, es ist auch wichtig Sie mit guter Nahrung, Vitaminen und vor allem geistlicher Unterstützung zu versorgen.

 

Aufklärung und Versorgung von HIV/Aids Patienten sowie Langzeit- Kranken

Da im südlichen Afrika die HIV-Infektionen erschreckend hoch sind, und viele Menschen an Aids sterben, ist es der Agape Missions ein besonderes Anliegen in der Prophylaxe und Betreuung mitzuarbeiten.
Momentan können die Mitarbeiter wegen der schlechten Transportmöglichkeit nur sehr selten Aufklärungsarbeit auf dem Land durchführen. Normalerweise gehen die Mitarbeiter einmal im Monat für
6 Tage aufs Land, um die Bevölkerung dort über HIV/Aids im Allgemeinen aufzuklären und auf die Wichtigkeit der Testung hinzuweisen, (Bluttest, ob man das HI-Virus in sich trägt.) bzw. unbedingt zu dieser raten.
Da es für viele Menschen ein schwieriges Thema ist, gehen die Mitarbeiter der Agape Missions sehr behutsam in drei Phasen vor:
Zuerst wird das Allgemeine der Krankheit besprochen, wie Prophylaxe, Umgang mit Kranken e.t.c. bis man dann in der zweiten Phase die Testung anspricht und die Menschen ermutigt, den Schritt zu wagen, sich testen zu lassen. In der dritten Phase bespricht man mit den Menschen, die herausgefunden haben, dass sie HIV pos. sind, wie es in Zukunft weiter gehen soll und wie die Kirche diese Menschen unterstützen wird.
Da die meisten Regierungskrankenhäuser überfüllt sind, wissen die Menschen oft nicht wohin Sie gehen sollen. Hierin sieht die Agape Missions eine wichtige Aufgabe, diese Menschen zu unterstützen, sowie mit Medikamenten als auch durch christliche Nächstenliebe.
Die Agape Missions beschäftigt 3 Vollzeit- Mitarbeiter, die sich um die HIV/Aids Programme kümmern. Da es sich bei diesem Projekt noch um ein junges Projekt handelt, sind momentan um die 20 Patienten (Überwiegend HIV/Aids Patienten, aber auch andere Langzeit Kranke) im Programm, denen wir freie ärztliche Versorgung, sowie frei Medikamente zukommen lassen. Diese Therapien sind sehr vielseitig, man braucht oft spezielle Nahrung, Transportmöglichkeiten, bestimmte Pflege und gute Seelsorger. Das Projekt lässt sich nicht nur auf Medikamente beschränken. Für die Zukunft plant man mehr Patienten in das Projekt aufnehmen zu können. Diese Patienten haben Zugang zu einem christlichen 24h- Krankenhaus, dass in der Nähe von Nketa ist und von 5-6 Doktoren geleitet wird. Das Krankenhaus ist fähig röntgenologische Untersuchungen, sowie andere Behandlungen durchzuführen. Erhalten Patienten ein Rezept für Medikamente, können sie diese in unserer Partnerapotheke abholen. In vielen Fällen übernimmt die Kirche die Kosten. Die meisten dieser Patienten kommen aus den „Rurel-Areas”, (Gebiete auf dem Land), aber auch aus Nkayi, Tsholotsho und Bulawayo.
Wir hoffen, den Menschen einen Halt in der Krankheit zu geben und ihnen in schwierigen Zeiten als Christen beiseite zu stehen, sowie ihnen das Wort Gottes zu verkünden.

von Nicola Hoffmann, Aalen
z.Zt. Agape Missions Zimbabwe


... den besten Job der Welt ...

15.11.06

Liebe Freunde,
Denjenigen von Euch die sich schon länger insgeheim überlegen in den Entwicklungsdienst zu gehen kann ich es nur empfehlen. Man hat die Gelegenheit wie wohl in keinem anderen Job (vielleicht noch Pastoren) eine Vielfalt von Aufgaben zu erledigen und verschiedenste Erfahrungen zu sammeln.
Von meinem neuesten Abenteuer will ich Euch kurz erzählen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich nämlich das wunderbare Glück als Hebamme zu fungieren!
Um 3 Uhr morgens bekamen wir den Anruf vom Hausmeister nebenan, dass die Frau vom Gärtner sehr krank sei und ob wir bitte einen Krankenwagen organisieren könnten. Es stellte sich heraus dass die Frau "nur" in den Wehen war, ihr eigener Mann war nicht zu Hause und der arme Hausmeister wusste nicht was tun!!!. Beim Krankenwagendienst sagte man uns, dass sie zwar gerne kommen würden - aber leider kein Benzin hätten. Wendi beschloss deshalb selbst loszufahren. Ich kam natürlich mit.
Die arme Frau lag in der Einfahrt auf dem Boden und wir wir luden sie so schnell wie möglich in Wendi's Minibus wo sie hinten liegen kann. Das Krankenhaus ist ca 8 km entfernt ,Wendi fuhr so schnell es ging, aber das baby wollte so lange nicht warten!! Zum Glück hatten wir ein paar Handtücher dabei und Wendi's handy hatte eine Taschenlampe -und so klemmte ich mir das handy zwischen die Zähne und hielt das Handtuch!! Die gute Frau (Alice) hatte zum Glück schon 4 Söhne zur Welt gebracht und deshalb kam Nummer 5 (ein Mädchen) mehr oder weniger in zwei rutschen, unkompliziert zur Welt!! WOW !! Sie fing auch gleich brav zu schreien an!! Die Nabelschnur konnten die Schwestern im Krankenhaus - das wir inzwischen erreicht hatten, noch im Auto trennen - sehr praktisch machen die das, mit zwei Plastikklemmen!! Alice kletterte aus dem Auto in einen Rollstuhl und Mutter und Kind wurden eingeliefert!! Uns wollten die Schwestern erst mal nicht weiter dabeihaben und schickten uns um 4 Uhr morgens wieder heim!! Das war wohl bislang eine meiner aufregensten Stunden im Entwicklungsdienst - wer weiss was da noch so alles kommen mag??
Morgens besuchten wir Mutter und Kind und beide sind wohlauf!!
Ihr könnt Euch vorstellen dass inzwischen alle möglichen Gerüchte in Bulwayo kursieren, und wir bekommen Anrufe von Leuten die rausfinden wollen wer von uns beiden ein Kind bekommen hat!!

Langweilig wird es einem selten in Zim! Ich habe definitiv den besten Job der Welt!!
Beste Grüsse wie immer von Eurer Helga (feet)


Gesegnete Evangelisationen in Schulen

3.12.06

Liebe Freunde,
bin übers Wochenende in der Stadt und diese Gelegenheit lässt sich Lucky nicht entgehen, um über seiner Deutschen Sekretärin ein mail an dich zu senden!! :) Mach ich natürlich sehr gerne da ich wie immer noch einen Gruss mit reinschreiben kann! Hoffe euch gehts soweit allen gut!
Bin nach 5 Monaten im Einsatz in Nkayi draussen immer noch total begeistert was sich alles entwickelt und wie viele Möglichkeiten sich in alle Richtungen auftun- in der letzten Woche konnten wir mit Sipho dem Jugendpastor in Nkayi in 2 Schulen an Gottesdiensten teilnehmen während denen alle Schüler und anwesenden Lehrer und Eltern ihr Leben an Jesus übergaben !! WOW !! das ist natürlich etwas was wir aus Deutschland nicht so gewöhnt sind aber wenn man das mal auch selber miterleben darf ist das eine ganz besondere Sache....
Hier ist es heiss heiss heiss, es hat aber schon gut geregnet und alle haben fleissig gepflanzt und hoffen auf mehr Regen.

Euch allen eine gesegnete Advents und Weihnachtszeit!!
Beste Grüsse von Helga (feet)


Agape-Missions Rundbrief November 2006

Bild: PDF Grafikals PDF lesen/speichern  
 
 

Liebe Freunde, liebe Missionspartner,

ich grüße Euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Eine Zeit lang hat das Internet bei uns schlecht funktioniert, es geht wieder, aber noch nicht so gut.

Ich freue mich, dass ich Euch wieder von der Missionsarbeit erzählen kann.
2006 ist bald zu Ende. Man staunt, was alles passiert ist. Man wird jeden Tag etwas älter und nicht mehr jünger. Die Haare werden weißer und man kann nicht mehr so schnell laufen. Mann schaut zurück und denkt an die Dinge die man hätte besser gestalten oder besser entscheiden oder sogar besser machen können.
Aber man schaut natürlich auch nach vorne und plant was man für die zukünftige Generation besser machen will. Und das sind auch meine Gedanken für die Agape Mission.
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Ps 90,12.

1.  ALLGEMEINE LAGE UND AKTUELLES

1.1  Zur Zeit habe ich sehr viel Arbeit in den Gemeinden aber auch im sozialen Bereich hier in Zimbabwe. Ich bin aber dem Herrn dankbar, dass ich noch Zeit zum Gebet und Bibelstudium habe. Das ist so wichtig in der Mission, sonst wird man abgelenkt vom Dienst.
Ich bin oft eingeladen, über die Situation in Zimbabwe zu sprechen. Ich habe oft die Gelegenheit, vielen verschiedenen Persönlichkeiten aus aller Welt zu begegnen, und wo möglich nutze ich diese Gelegenheit auch über meinen christl. Glauben zu erzählen. In dieser dunklen Stunde hier in Zimbabwe weiß ich, dass der Herr bei uns ist.

1.2  Es war wunderschön während der August-Konferenz die Agape-Familie von überall wieder zu sehen. Wegen der hohen Transportkosten konnten nicht alle zur Konferenz kommen. Aber diejenigen die kamen haben eine gesegnete Zeit gehabt. Es kamen vor allem viele junge Leute von nah und fern. Sie sind die Zukunft von morgen.

1.3  Zur August Konferenz kamen zum ersten Mal neun Mitarbeiter aus Mosambik. Sie blieben nach der Konferenz noch mehrere Tage bei uns zu Hause.
Ich soll bald nach Mosambik reisen und die Gemeinden dort besuchen. Bald ist Regensaison hier im südlichen Afrika und Mosambik ist dann sehr ungünstig zu besuchen. Das ist wegen Cholera, Malaria und anderen Krankheiten. Ich kann die Reise aber nicht mehr weiter verschieben und glaube der Herr wird mich gut leiten.
Wir hoffen, in der Zukunft ein Grundstück in Maputo kaufen zu können um ein Missionszentrum dort aufzubauen, das die Koordinierung und Verwaltung der Arbeit in Mosambik besser ermöglichen soll.

1.4  Im August hatten wir Besuch aus Tanzania. Sie nahmen an unserer Konferenz teil. Sie haben auch unsere Jugend zu ihrer Jahreskonferenz im Dezember eingeladen. Ca. zwanzig junge Leute werden im Dezember Tanzania besuchen.

1.5  Im August hat uns Gerhard Knörzer aus Aalen (ein Freund und Bruder seit meiner Zeit in Aalen) mit zwei Söhnen drei Wochen lang besucht. Wir haben uns sehr gefreut. Es war so wunderbar wieder einmal Salami, Appenzeller Käse und Schokolade genießen zu können. Gerhard hat aber auch die schweren Zeiten miterlebt, speziell während der Vorbereitung zur Konferenz, als es kein Benzin im Land gab. Er hat uns dann aber sehr geholfen und konnte Benzin in Botswana für uns besorgen.

1.6  Im November soll unsere Jahresversammlung stattfinden. Es werden über hundert wichtige Delegationen aus den verschiedenen Teilgemeinden zusammen kommen. Neben Berichten über die Arbeit werden auch wichtige Verwaltungs- und geschäftliche Dinge diskutiert.

1.7  Trotzt aller wirtschaftlichen Probleme heiraten nach wie vor viele junge Leute in der Gemeinde. Es war für mich besonders ermutigend. Im September traute ich einen Hochschulprofessor. Er kommt ursprünglich aus Nkayi und kam dort vor vielen Jahren zum Glauben. Er liebt den Herrn und ist fest im Glauben und er ermutigt viele andere junge Leute in Christus.

1.8  Es bestehen immer noch schwere Versorgungsschwierigkeiten vor allem bei Benzin. Die Inflationsrate ist zur Zeit über 2000%. Irgendwie und hoffentlich bald sollte das ganze System nicht mehr funktionieren und zusammenbrechen, und dann kommt hoffentlich die lange erwartete Demokratie in Zimbabwe.

1.9  Bald ist wieder Weihnachten. Man freut sich auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden. In vielen Ländern im südlichen Afrika wird Weihnachten groß gefeiert.
Nicht mehr hier in Zimbabwe. Viele Kinder haben keine Familie, oder kein richtiges Zuhause. Wegen der wirtschaftlichen Probleme leben tausende von Familien von einander getrennt. Oft arbeiten die Eltern im Ausland: zum Beispiel der Vater in England, die Mutter in Australien und die Kinder gehen in Zimbabwe in die Schule. Viele werden nicht zusammen sein über Weinachten.
Unsere größte Freude und Trost ist, dass Christus wurde für uns geboren wurde und in diese Welt kam, um uns mit Gott zu versöhnen. Am wichtigsten ist, dass Er in unseren Herzen lebt und wir deshalb den Trost des ewigen Lebens und Frieden mit Gott haben.

2. AUSDEHNUNG DER MISSIONSARBEIT

2.1  Unser HIV/ AIDS- Programm hat gut begonnen und wir sind selber erstaunt. Etliche Menschen die bereits am sterben waren sind wieder stark und können für ihre Familien da sein. Dafür sind wir dem Herrn so dankbar. Leider können wir im Moment nicht mehr Patienten aufnehmen wegen den begrenzten Möglichkeiten.
Vor kurzem kamen Pastoren und Gemeindearbeiter aus verschiedenen Gemeinden und Kirchen zusammen um über unser HIV/AIDS-Programm zu erfahren und zu lernen. Es ist erstaunlich zu sehens wie einfach und effektiv alles funktioniert und in relativ kurzer Zeit koordiniert werden konnte.
Viele Gemeinden und Kirchen wollen nun ähnliche Programme in ihren Ortschaften einführen. Die Kirche Jesu hat eine große Aufgabe hier in Zimbabwe. Wenn die zivilen Strukturen auseinanderbrechen finden die Menschen Hilfe in verschiedenen Kirchen und Gemeinden. Die Agape Mission ist auch sehr engagiert in der Seelsorge und Weiterbildung für die betroffenen Familien, besonders der Frauen. Seit vier Wochen machen ca. 60 Frauen einen Schneiderkurs, etliche von ihnen sind HIV-positiv und bekommen Medikamente. Dieses Programm ist eine Zusammenarbeit zwischen der Agape Mission und dem „Bulawayo Projects Centre”.

2.2  Wie ich schon vor etlichen Jahren geschrieben habe, ist unser Ziel nach wie vor stabile eigenständig Gemeinden aufzubauen, die vor allem auch ihren eigenen Pastor am Ort unterstützen können. Wegen der vielen wirtschaftlichen Probleme ist das allerdings nicht sehr leicht. Wir streben aber dort hin und mit der Zeit wird der Herr uns zum Ziel bringen. Es gibt schon große Gemeinden in anderen Ortschaften, von denen man erwarten kann, dass sie selber durchkommen. Im Moment helfen wir vor allem jungen Pastoren/ Gemeinden und konzen-
trieren uns nach drei Jahren auch wieder vermehrt auf neue Gemeindegründungen.

2.3.1 Ein neues Programm der Agape Mission hat sich für den Nkayi Distrikt ergeben. Es heißt „Bridgebuilder Career Guidance”.
Schon seit Jahren sind wir in der Ausbildung junger Menschen in verschiedenen Projekten involviert. Speziell in den letzten 3-5 Jahren wurde es aber immer deutlicher, dass viele Schulabgänger keine feste Vorstellung haben was für einen Beruf sie ergreifen wollen, bzw. welche Möglichkeiten sie zur Verfügung haben.

Die Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit (HORIZONT3000) wird uns beim Aufbau und der Implementierung dieses Projekts für die nächsten zwei Jahre mit einem Entwicklungshelfer unterstützen. Ihr Name wird euch bekannt vorkommen: Helga Landsmann. Helgas Arbeit im "Ekuthuleni Carpentry Projekt" läuft weiterhin unter der kompetenten Leitung ihres Nachfolgers Mishack Mugiyo.

Als „Bridgebuilder” wird Helga zusammen mit einem Mitarbeiter in einem zur mobilen Werkstatt ausgerüsteten Allradfahrzeug alle weiterführenden Schulen im Nkayi Distrikt besuchen. Vor Ort werden zusammen mit Schülern und Lehrern Schulmöbel repariert und gleichzeitig allgemeine Weiterbildungswege aufgezeigt und individuelle Hilfestellung bei der Berufswahl geleistet.

Das Programm wurde nach Vorstellung des Projektes in den 21 weiterführenden Schulen und offiziell bei der Schulbehörde sehr positiv aufgenommen und uns wurde alle Unterstützung zugesagt. Dies wiederum öffnet die Türen zu vielen weiteren Möglichkeiten, speziell der Evangelisation. Geplant sind u. a. die Vorführung von Filmen. Helga und Team werden eng mit den lokalen Pastoren vor Ort zusammenarbeiten.

Die Türen zur Ausbreitung des Evangeliums sind in Zimbabwe weit offen, wir wollen weiter hindurchgehen.

3. PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT

Wir planen für die Zukunft nicht mit den gegenwärtigen Problemen Zimbabwes im Fokus, sondern mit der Gnade Gottes wollen wir viel weiter schauen. Es wäre schade, einfach zu resignieren und nicht mehr für die Zukunft zu planen. Wir sind Gott dankbar für die gegenwärtige Infrastruktur.
Wenn alle Agape Missions Partner in der Zukunft nur Videos oder DVDs zur Erinnerung an die gute Arbeit hätten wäre das sehr traurig und auch sehr schade für unsere Kinder und Nachkommen. Wir glauben, dass Gott die Arbeit der Agape Mission mit gutem Grund und großem Einfluss hier in Zimbabwe eingesetzt hat. Das alles konnte mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln in einer relativ afrikanischen Situation erreicht werden und inzwischen besteht eine sehr gute Infrastruktur.

3.1  Aus diesem Grund denken wir, dass unsere Arbeit auch langfristig weiter bestehen könnte, wenn wir hundert oder zweihundert Missionare zurück lassen. Um die Infrastruktur dafür allerdings weiter zu verbessern, denken wir deshalb an ein College. Dieses College soll akademische, handwerkliche und theologische Ausbildung anbieten. Im Englischen Ausbildungssystem ist das machbar. Bitte betet mit uns für diese Pläne.

3.2  Ab Januar 2007 wollen wir eine 3-monatliche Zeitschrift veröffentlichen. Sie soll VOICE OF HOPE (STIMME DER HOFFNUNG) heißen. Der Inhalt wird drei Sprachen enthalten: Englisch, Ndebele und Shona. Der Grund dafür: Die Agape-Familie wächst und ich kann längst nicht mehr alle mit dem gesprochenen Wort erreichen, ich kann nicht mehr alle jeden Sonntag besuchen. Viele wissen nicht mal wie und wann die Agape Mission anfing. Viele sind weit weg von großen Städten und bekommen wenig christliche Nachrichten mit.
Der Inhalt soll sehr umfangreich und informativ sein und verschiedene Themen behandeln. Wir werden auch Ferngrundbibelkurse durch die Zeitschrift anbieten. Es werden verschiedene christliche Autoren, Bibellehrer, Theologen und christliche Akademiker dazu beitragen.
Die erste Ausgabe wird etwas schwieriger werden, aber nach und nach werden wir eine qualitativ hochwertige Zeitschrift herausgeben.
Bitte betet für dieses Projekt, dass es erfolgreich wird.

3.3  Unsere Homepage hat eine Zeit lang nicht funktioniert, weil unsere Agentur ihre Gebühren nicht bezahlt hatte. Sie ist seit kurzem auf einem deutschen Server unter www.agapemissions.org zu erreichen

4. GEBETSANLIEGEN

  1. Das Land, die Menschen sehnen sich nach Frieden und nach Freiheit. Die Menschen sind wie Sklaven in ihrem eigenen Land. Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen leiden müssen und es kommt von nirgends Hilfe. Aber wir sind überzeugt, dass unsere Hilfe von Gott kommen wird. Oft unterschätzen wir die Kraft des Gebets, aber wir wissen, es wird wieder gut sein. Der Herr aller Herrn, der Herr über Himmel und Erde, wird antworten werden. Lasst uns nicht müde werden betet weiter für Zimbabwe!
  2. Unsere Jahresversammlung kommt bald und wir brauchen Weisheit von Gott, denn wir müssen wichtige Entscheidungen treffen.
  3. Die Regensaison beginnt im November. Sollte es nicht genügend regnen, dann wird die Situation unvorstellbar schwierig Betet, dass wir genügend Regen bekommen.
  4. Die Vorbereitung der Zeitschrift wird viel Energie, Kreativität und finanzielle Möglichkeiten erfordern. Bitte betet, dass sie erfolgreich wird und viele Menschen erreichen kann.
  5. Betet für meine Reise nach Mozambik um Bewahrung und Vollmacht.
  6. Über alles betet bitte für die Verbreitung und Verkündigung des Evangeliums, denn der Mensch lebt nicht allein vom Brot. Auch in der tiefsten Not des Landes bringt das Evangelium Heilung und Hoffnung. Wir wollen unseren Teil tun und das Evangelium den Menschen weiter sagen.

5. SCHLUSS

Ich staune jeden Tag trotz aller Schwierigkeiten, wie gut der Herr ist. Wir sind jeden Monat versorgt. Alle unsere Programme werden erfolgreich durchgeführt. Wir erfahren die Liebe des Herrn und Seine Treue.
Wir danken Euch und wir danken dem Herrn für Euch, wir danken Ihm für Eure Liebe, für Eure Gebete und für Eure finanzielle Hilfe. Möge der Herr Euch segnen, bewahren und Gnade schenken.
Wir beten für Euch.

In Jesu Liebe verbunden, Euer Missionar und Bruder in Zimbabwe,

Lucky Moyo


Spendenkonto:  Agape Mission e.V.,  Kto.Nr.  141 002 000,   BLZ   614 901 50  bei  VR-Bank Aalen,
Zweck: Agape-Missions Simbabwe


Bericht von Gerhard Knörzer über seine private Missionsreise im August 2006 nach Simbabwe


Inflation
Die Inflation ist ein riesiges Problem. Ich höre von einem Preis für Mais, der das Fünffache von dem vor zwei Wochen beträgt, der Liter Benzin kostet umgerechnet inzwischen 3 EUR.
Eine Währungsreform mit neuen Scheinen soll der Inflation abhelfen: die letzten drei Nullen werden bei den neuen Scheinen weggelassen. Als Finanzlaie kann ich mir nicht vorstellen, dass dadurch das Problem gelöst wird. Die Umstellung kommt, überall im Land wird an Roadblocks (Straßensperren) nach „größeren Bargeldmengen” gesucht (man darf nicht mehr als 100 Mill. Zim$ mit sich führen, das entspricht ca. 350 EUR nach offiziellem Wechselkurs), denn man macht diese Leute für die Inflation verantwortlich.
Während der letzten Tage bevor die alten Scheine ungültig werden, spielen sich dramatische Szenen ab. Alte Leute, die kein Bankkonto haben, können nicht auf irgendwelchen Banken ihre Scheine eintauschen, sondern müssen in die großen Städte zur Zentralbank. Dort sind ewig lange Warteschlangen - sie sind fast gezwungen, in den Schlangen zu übernachten.

Gesundheitswesen
Wir fahren an einem Krankenhaus vorbei. Es wurde neu erbaut - und geschlossen, denn es gibt kein Personal. Im anderen Krankenhaus in Bulawayo streiken die Ärzte, so erzählt man mir. Am Besten, man wird nicht krank. Gleich am zweiten Tag unseres Aufenthaltes stirbt der Nachbar unserer Gastgeber an Tuberkulose und hinterlässt seine Frau und zwei Kinder, am Tag nach unserer Abreise stirbt die Tochter des Pastors Shedrek an Hirnhautentzündung.

Strom- und Wasserversorgung
Stundenlange Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Sind die Frauen gerade beim Kochen, heißt es Holzfeuer machen. Was machen die Leute in den Städten ? Wenn man nicht gerade ein eigenes Bohrloch hat, sind die Wasserausfälle ein riesiges Problem.

Straßenverkehr
Manche Straßen sind katastrophal. Sogar eine Straße, die auch zu einer Goldmine führt, wird nicht ausgebessert, man fährt langsam Slalom zwischen den tiefen Schlaglöchern oder kriecht vorsichtig hindurch, was die Fahrzeit enorm verlängert. Die Fahrzeuge sind zum Teil in katastrophalem Zustand, das Fahren bei Dunkelheit wird wegen der total vernachlässigten Fahrzeugbeleuchtungen zur Mutprobe.

Reiseschikanen
N. will über die Ferien nach Johannesburg zu Ihrer Verwandtschaft. Am ersten Tag muss sie umkehren, weil im Bus kein Platz mehr ist. Am nächsten Tag kann sie dann die 300km bis zur Grenze fahren, aber angeblich seien ihre Papiere nicht in Ordnung. Sie sind jedoch in Ordnung. N. vermutet sehr stark, dass Schmiergeld erwartet wurde, was sie aber nicht unterstützt. So kehrt sie wieder um. Ich bewundere ihre Haltung: Dann soll es eben nicht sein, dann hat Gott einen anderen Plan.

Treibstoffmangel und Gemeinde-Sprossung
Benzin und Diesel werden immer knapper. Wir befürchten große Transportprobleme (Personen und Waren), gerade auch bzgl. einer bevorstehenden Konferenz. Einen öffentlichen Busverkehr gibt es nicht mehr, die privaten Kleinbusse sind hoffnungslos überfüllt. Solche Kleinbusse, die bei uns drei Sitzreihen haben, haben dort fünf und pro Reihe sitzen sicherlich nicht nur drei Personen.
Wir beschließen, aus Botswana Benzin und Diesel zu importieren. Durch allerlei Schwierigkeiten und Schikanen wird daraus eine 17-stündige Unternehmung. (s. separater Bericht Treibstoffimport aus Botswana hautnah erlebt)
Einen positiven Nebeneffekt hat der Treibstoffmangel: Weil man zum Gottesdienst nicht mehr so weite Wege zurücklegen kann, werden die Gemeinden dezentralisiert, somit finden an neuen Plätzen Gottesdienste statt. Die Gemeinde in Nketa ist dreigeteilt: die anderen beiden Gruppen treffen sich anderswo in einem Zelt bzw. gemieteten Raum. Eine aus demselben Grund entstandene Sprossung der Gemeinde von Gumtree habe ich auch besucht. Eine Gruppe von fast 20 Frauen fuhr am Sonntag eine halbe Stunde auf der Ladefläche eines Kleinlasters dorthin, um dort den Gottesdienst zu gestalten und die Glaubensgeschwister zu ermutigen.

Wohnhaus von Fam Moyo und Nebengebäude in Gumtree
Das Haus liegt auf einer sehr schönen Anhöhe, es sieht aus wie eine Villa, ist aber alt und sehr einfach ausgestattet.
Die Nebengebäude sind eine kostenlose Zugabe, denn sie waren völlig verwahrlost. Ursprünglich als Stallungen, später als „Speditionsunternehmen” genutzt waren sie voll Dreck, Öl, Gerümpel und Schrott. Inzwischen sind sie der Trumpf des Anwesens. Wohnräume für Gäste, Seminare, Kinder- und Jugend-Camps mit Gemeinschaftsräumen, die ehemalige LKW-Werkstatt wird zum kirchenähnlichen Versammlungsraum umgebaut. Keine Ruine wird abgerissen, sondern sinnvoll aufgebaut, z.B. zu sanitären Anlagen bzw. zum Ziegenstall. Ein leistungsfähiges Bohrloch übernimmt die Wasserversorgung des gesamten Anwesens. In einem sehr großen Becken werden Fische gezüchtet, der große Gemüsegarten kann ausreichend bewässert werden.

Schreinerei in Gumtree
Vor dem Gebäude, wo die selbständigen Schreiner tätig sind, werden inzwischen auch Schlosserarbeiten verrichtet, z.B. werden Stuhlgestelle zusammengeschweißt, anschließend (von Hand) lackiert und mit Polstern versehen. Bis jetzt findet in diesem Gebäude sonntags auch noch der Gottesdienst statt. Aber das Kirchengebäude nebenan ist im Rohbau, die Dachkonstruktion ist auch schon drauf und bis zur Regenzeit kann hoffentlich das Dach gedeckt werden, ebenso das Dach des neu erbauten Kindergartens.

Kleinlaster
Ursprünglich war geplant, ein Fahrzeug aus Japan zu kaufen. Aber aufgrund einer Reklamation bei einem früher gekauften Fahrzeug wurde Rabatt gewährt. So reichte der zur Verfügung stehende Betrag mit einer kleinen Aufstockung zum Kauf von drei Kleinlastern: wirtschaftliche, vielseitige Fahrzeuge in gutem Zustand.

Pastorentreffen
30 Pastoren waren nach Gumtree geladen, aufgrund der Treibstoffknappheit konnten nur ca. 25 kommen. Die neu gerichteten Nebengebäude waren ideal dafür. Vor allem die Konferenz wurde an diesem Termin vorbereitet.

Konferenz in Nketa
Am 21. August begann die jährliche Konferenz im Missionszentrum in Nketa. Natürlich hatte die schwierige Versorgungslage auch hier ihre Auswirkungen, z.B. dass Teilnehmer hunderte von Kilometern aus allen Himmelsrichtungen abgeholt werden mussten, weil keine Mitfahrgelegenheit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestand. Zwischendurch war auch die Verpflegung gefährdet, bis Mais- und Rinder-Spenden von den ländlichen Gemeinden eingingen. Wir konnten die ersten zwei Tage miterleben, die der Jugend gewidmet waren. Am Dienstag Abend gab es eine Menge musikalischer Beiträge von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus allen möglichen Gemeinden. Lucky ermutigte in seiner Predigt die jungen Menschen, dass sie in der sehr schwierigen Situation Simbabwes für Gottes Plan eine sehr wichtige Rolle spielen.
Die Menschen kommen vor lauter Beschaffungsproblemen und Schikanen nicht mehr zu einem kreativen oder konstruktiven Gedanken. Um so mehr staunte ich, wie die Menschen in den Gemeinden dort ihre Situation meistern : Das sichere Vertrauen auf Gott und seine Hilfe, die sie auch erleben, sowie das gegenseitige Helfen. In einer Zeit ohne Perspektiven singen sie weiterhin fröhlich ihre Lieder in den Gottesdiensten und erzählen weiter, was sie mit Gott erlebt haben. Die Botschaft, die gepredigt wird, ist einfach, klar und prägnant. Die Gemeinden wachsen überdurchschnittlich und die Christen verschiedener Konfessionen werden durch die Not miteinander verbunden. In dieser Hinsicht können wir Europäer viel von Ihnen lernen. Wo andere resignieren, fangen sie neue Projekte zur Selbstversorgung und Berufsausbildung an. Es ist zu hoffen, dass dieses Mugabe-Drama bald ein Ende hat, dann werden diese Gläubigen einen wertvollen Beitrag zum Wiederaufbau leisten. Aber zum weiteren Durchhalten brauchen sie eine Menge Gebet, Unterstützung und Ermutigung.

Treibstoffimport aus Botswana hautnah erlebt
Für das Fahrzeug, welches das Land verlässt, muss bei der örtlichen Polizei ein Formular ausgefüllt werden, die Polizisten kontrollieren genau Fahrgestell- und Motornummer. Weil P. das Fahrzeug fährt und nicht der Fahrzeughalter, muss ihm der Fahrzeughalter eine Vollmacht ausstellen. Diese war dummerweise auf das falsche Fahrzeug ausgestellt, was nachher an der Grenze ein Riesentheater verursachte.
Nun erst mal noch 25 Liter tanken. Wir sind uns unserer Sache sicher, schließlich haben wir einen Benzingutschein und können an einer Tankstelle ohne Warteschlange tanken - denken wir. Falsch gedacht, denn dort füllt gerade der Tanklastzug nach und zwar mit Schwerkraft, nicht mit Pumpe, was ca. eine Stunde dauert.
Wir machen uns also mit dem Kleinlaster auf den Weg, 100km bis zur Grenze, weitere 100km bis zur nächsten Stadt Franzistown, vier Fässer mit je 200 Litern Fassungsvermögen auf der Ladefläche. Auf dem Weg zur Grenze müssen wir durch vier der weiter oben erwähnten Roadblocks, wo Polizisten nach „größeren” Bargeldmengen suchen. Glücklicherweise gibt es dabei auch Polizisten, die selbst nicht so hinter diesen Anordnungen stehen und sie durchsuchen etwas schneller, dem Schein nach, denn ihr Boss beobachtet sie.
Eine Grenze passiert man nicht einfach dadurch, dass man dem Beamten aus dem Auto einen Pass reicht, nein, man muss auf Simbabwe-Seite und Botswana-Seite ins Grenzgebäude, Formular ausfüllen, vor dem Schalter Schlange stehen und seinen Pass stempeln lassen. P. empfiehlt mir dringend, meine Kamera als vorübergehende Ausfuhr zu deklarieren, damit ich am Abend dafür nicht Zoll zahlen muss. Also noch ein Formular und nochmals anstehen. Für mich hat Deutschland inzwischen seinen Weltmeistertitel in Bürokratie verloren.
Diese Straße in Simbabwe ist erstaunlich gut, es ist eine der Hauptverbindungsstraßen im Land, aber in Botswana erwarten uns viele Bodenwellen, die Rückfahrt mit dem voll beladenen Fahrzeug macht mir etwas Kopfzerbrechen.
In Franzistown heißt es erst mal Geld holen. Wegen aller Schikanen haben die Banken inzwischen geschlossen, also bleibt der Geldautomat. Endlich beim vierten Automaten wird die Karte akzeptiert. Es folgen ein paar Lebensmitteleinkäufe und ein Imbiss, dann geht es ab zur Tankstelle. 800 Liter abzufüllen dauert natürlich auch seine Zeit, somit ist es recht spät geworden.
P. nimmt auf dem Weg zurück zur Grenze ein paar Anhalter mit, auch damit die Lebensmittel scheinbar auf mehrere Personen aufgeteilt werden können und nicht verzollt werden müssen. Mit der Ladung können wir nur langsam fahren, um 21:53 Uhr kommen wir an der Grenze an. Erst jetzt verraten mir P. und S., dass die Grenze um 22 Uhr schließt, sie wollten mir ersparen, dass ich nervös werde. Wären wir zu spät gekommen, so hätte ich außer der Übernachtung im Auto noch ein weiteres Problem mit meinem Einmalvisum bekommen. Natürlich ist jetzt eine sehr lange Schlange vor dem Grenzbüro. Zu den üblichen Formalitäten kommt jetzt noch die Deklaration des Benzins und Diesels. Nach Hochrechnung der letzten Importe rechnet S. mit ca. 2 Millionen Zim$ Zoll. Am Ende bekommen wir die Rechnung von 9 Millionen, mehr als wir dabei haben. Nach offiziellem Kurs, der neben dem Schalter aufgelistet ist, wären das 36 US$, aber man will uns 150 US$ abknöpfen... Uns wird vorgeschlagen, hier zu übernachten, was natürlich nicht ungefährlich ist, und morgen das Geld für den Zoll zu beschaffen. Schließlich ringt sich S. zu einer weiteren Alternative durch, nämlich ihre letzten botswanische Pula zu opfern, ihre letzte stabile Währung, die sie hat. Nach der Bezahlung hat der Grenzbeamte aber ein Herz: als sein Chef nicht in der Nähe war, verkauft er uns die Hälfte der Pula wieder zu einem sehr guten Kurs. Wir sind die letzten, welche die Grenze verlassen, es ist ca. ein Uhr. Ich mache eine Schätzung, wann wir ankommen werden - wie dumm von mir. Denn schon wieder taucht eine Roadblock vor uns auf. Wir kommen glimpflich durch, aber ich bin entsetzt über das, was ich sehe: Einer dieser überfüllten Busse steht am Straßenrand, alle Fahrgäste mussten aussteigen. Das Gepäck, das auf dem Dachgepäckträger vier- bis fünflagig verstaut war, war abgeräumt, durchsucht und wurde gerade wieder mühsam aufgeladen.
Einige Kilometer vor Bulawayo ca. zwei Uhr nachts: wir warten ca. 45 Minuten lang 150 Meter vor einer Roadblock und fragen uns, warum es nicht weiter geht. Etwas später wissen wir Bescheid: ein weiterer dieser Busse war vor uns, die Situation dieser Leute bringt meine Fäuste zum Ballen, meine Zähne zum Knirschen, die Wut kocht in mir. Drei Uhr dreißig kommen wir an. Wenn ich künftig in Deutschland innerhalb weniger Minuten mein Auto voll tanke, werde ich noch oft an diese 17 Stunden Beschaffungs-Odyssee denken.



Spendenkonto:  Agape Mission e.V.,  Kto.Nr.  141 002 000,   BLZ   614 901 50  bei  VR-Bank Aalen,
Zweck: Agape-Missions Simbabwe

www.tevratzeburincil.org   Ücretsiz Tevrat, Zebur ve İncil evinize gönderilecek. Bu fırsat kaçırmayın!